Nach Diktat verreist

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Zum Wochenende sind wir wieder unterwegs: Zum Beispiel hier:

Am Tag vorher (Freitag) dann im schönen Gent auf dem Gentsefeesten, am Samstag spielen wir am Nachmittag in Brüssel und fahren dann weiter nach Eindhoven. Wir freuen uns auf euch. Oder auch: wij zijn verrukt met jullie! (Ja, man muss schon Rock ‘n Roll-Verrückt sein um 3 Shows in zwei Tagen zu spielen…). Bis dahin.

Ab in den Süden

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Am vergangenen Wochenende waren wir in München und in Sigmaringen. In München hatten wir einen Fototermin, bei dem hauptsächlich Sandra für einen Artikel in einem Magazin fotografiert wurde. In dem Magazin geht es um “Spielzeug” für musikalische Männer (und Frauen) knickknack weissbescheid, weissbescheid und vielleicht wird es ja sogar das beliebte Fotoblatt zum aufklappen in der Mitte des Heftes mit der Chefin geben?!

(…diese Idee mit besten Empfehlungen an den Herrn Chefredakteur ;-) )

Die Location für das Photoshooting war mit der Peppermint Lounge eine visually Premium selection und Sandra konnte (und hat auch) an den different Sets einfach sowas von deliveren und performen, dass uns ein neckhair-uprising nach dem anderen followte. Und jetzt könnte man ja meinen, dass vor Ort so gesprochen wurde, wie man das eben von Frau Klum ihre Fernsehsendung kennt…aber nee, Pustekuchen. Die Fotografin war diesbezüglich “voll normal” und besitzt handwerklich mit dem roten Gürtel zweifelsohne den 10. Dan der Fotokunst. Es war eine echte Freude, ihr bei der Arbeit zuzusehen und wenn ich gross bin möchte ich mal so Gitarre spielen wie diese Frau fotografiert! Wir freuen uns jedenfalls auf die Bilder und zur Auflockerung gibt es jetzt ein paar selbstgeknipste Eindrücke von dem Tag (quasi das making-of):

Eingepackt:

Ausgepackt:

Schuhe:

Volle Konzentration:

Das mobile Fotostudio:

Beim Soundcheck:

…hoppla, was ist da denn im Hintergrund? Ein Schlagzeug namens Chris Kempfert? Nun ja, wenn wir sowieso schon in der Peppermint Lounge sind, warum dann nach getaner Arbeit nicht noch Spass haben und Musike machen? So war es dann auch, kurzfristig anberaumt, Chris von den Sunny-Bottom-Saints-and-Sinners-Boys angerufen ob er nicht Schlagzeug spielen wolle -er wollte- (Nummer 4 war das Wochenende überraschend verhindert) und ab die Post. Schön wars, auch weil Abends dann doch eine stattliche Anzahl von Besuchern den Frust über das vergurkte Deutschland-Fussballspiel in der erwähnten Lokalität vergessen wollte. Diese WM-Tröten (und ich meine nicht die deutsche Mannschaft) hatte keiner dabei, aber die freundliche Auf- und Annahme von uns drei Nordlichtern mit bayerischer Unterstützung war mindestens so laut. Danke dafür.

Am Samstag ging es dann weiter nach Sigmaringen, ein kleines Stückle von Schduudgaard entfernt, wo wir dann im AlfonsX Station machten. Dort dann allerdings im Trioformat ohne Schlagzeug mit voller Angst ob das denn gut gehen würde; hat aber prima geklappt (wie Jürgen das von Anfang an gesagt hat), denn wir sind für nächstes Jahr schon wieder fest eingeladen. Und dann werden wir uns für Sigmaringen ein bisschen Zeit nehmen, denn das ist eine wirklich schöne Kleinstadt mit ganz vielen idyllischen Dörfern drumrum. Dort gibt es übrigens ein Zündapp Museum, für die Motorrad-Interessierten unter euch. Und das steht schon auf unserer Exkursionsliste.

Die Sigmaringer haben dann richtig gut Party gemacht, sogar ich (schroeder) habe schon während des Auftritts an einem Glass Rotwein genippt (sonst frühestens nach getaner Arbeit!) und nicht nur ein zweites zum Abschluss gehabt, nein, wir wurden auch noch zu einem leckeren Cocktail eingeladen, wobei ich irgendwie vermute, dass da Alkohol drin war…ich jedenfalls war angeduselt, und das ist eher selten. Also Kompliment an die Damen und Herren Sigmaringer Rock ‘n Roller, ihr habt es raus!

Apropos raus, am Sonntag mussten wir ganz früh raus, weil ich Nachmittags noch eine musikalische Künstlerbegleitung in Salzgitter machen musste. Also hatten nicht nur Jürgen und Sandra eine kurze Nacht (so 2einhalb Stunden, wenn es hochkommt), sondern auch Harry, der uns für unseren Aufenthalt ein Zuhause vom Allerfeinsten gab und uns bestens versorgte. Und sensationeller Weise schon vor uns frisch und wach war und uns mit einem Frühstück der Extraklasse auf den Weg brachte. Und uns noch jedem ein Glas selbstgemachte Marmelade mit in den Brotbeutel gepackt hat. Da reichen Dankesworte zwar nicht aus, aber trotzdem: Ganz doll Danke dafür!

Here comes summer

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Weil jetzt offiziell Sommer ist*: ein kleines Schmankerl aus meiner Jugendsündenkiste:
hier

…na ja, ihr wisst schon…schwerer Drogenmissbrauch, ich war jung und brauchte das Geld, es war ein dreckiger Job aber irgendwer musste ihn ja machen, besser als auf der Strasse rumlungern…
;-)

Herzlichst,
ihr schroeder

*und das deutsche Album von uns immer noch nicht fertig ist… (vorsicht: running gag)

Ups!

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Bei dem Bild weiter unten (das Cover von unserer ersten CD auf der “Piratenseite”) ist auch ein Kreuz zu sehen. So in rot weiss. Das ist ein Symbol, dass auch vom KuKluxKlan gerne mal zum stylischen Aufmotzen der vereinseigenen Trachten genommen wird. Bei all dem Kyrillisch auf der Seite habe ich das glatt übersehen, deshalb folgt jetzt hier der Hinweis in eigener Sache:

Wir haben den KuKluxKlan nicht erfunden, sponsoren die nicht und finden überhaupt, man sollte mit Feuer nicht spielen*. Da können dann nämlich ganz schnell Kreuze, Reichstage und ganze Welten brennen. Und so richtig schön ist das nicht. Und überhaupt, erwachsene Menschen, die Zipfelmützen mit Gucklöchern tragen… prfffzzzzttt und Augenroll. Ham wa nüscht mit am Hut.

Auf jeden Fall danke für den Hinweis, Jens! Vielleicht zensier ich das Bild noch, obwohl …Zensur ist ja auch keine Lösung. Schaun ‘mer mal.

*obwohl wir natürlich ganz schön heiss sind! ;-)

Nummer 4 lebt

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Vor einiger Zeit ist uns ja mal wieder ein Schlagzeuger explod…abhanden gekommen. Genau 2 Tage vor dem Termin für die Aufnahmen zur “deutschen CD” (ja, ich weiß, blabla, dieses Jahr jetze aber ganz bestimmt und fleissig beie Arbeit und so, aber in echt: 2 Tage vor Beginn der Aufnahmen) waren unserem Schlagzeuger seine persönlichen Probleme wichtiger, als sich von uns mobben zu lassen.

Da stehen wir nun also gewissermassen als Trio mit 4 Fäusten (schroeder ist ja total gewaltfrei, der schmeisst sogar Spinnen aus der Wohnung) oder als 33 1/3 rpm in der Gegend rum. Zurück zu den Wurzeln, was gut genug für den jungen Elvis war kann nicht schlecht für uns sein, die klassische Rockabilly-Trio Besetzung eben. Wir schauen also, welche Stücke Sandra noch an der Akustikgitarre lernen muss, arrangieren das ein oder andere Stück um und dann… und daaann… uuund daaaaaan? ÄhÄh and then along came Jones? Nein:

Auftritt Oliver. Der Oliver, der schonmal mit uns trommeltechnisch unterwegs war. Der Oliver, der weil er in Bad Zwischenahnenhausen viel zu weit weg zum Band-Proben wohnt so wagemutig ist, sich mit uns ungeprobt auf die Bühne zu stellen und abzurocken. Der Oliver, der uns wann-immer-er-kann Schlagzeugtechnisch bei unseren Auftritten begleiten wird (und wenn er nicht kann, gibt es eben das 2 Gitarren, eine Stimme, ein Kontrabass Trio).

Nummer 4 lebt:

Hilfe, Piraten!

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…aye, wir sind gekapert worden ;-) !

Der Sprache nach wohl in der Nähe der Barentssee. Und jetzt sucht mal schön…

…and now for something completely different.

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Alle von fortyfive r.p.m. jagen den weissen Hai. Nur nicht schroeder, der ist Köder.

Aus aktuellem Anlass…

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…einmal, weil Gene Vincent heute Geburtstag hätte, andererseits weil es der EMI (denen wohl auch Capitol Records und damit die Rechte an Gene Vincent ihm sein Werk gehören) gerade so schlecht geht:

Sehr geehrte EMI, werte Capitol Records,

vor nunmehr knapp 2 Jahren erwarb ich über den iTunes-Store das wunderbare Gene Vincent Box Set mit so ungefähr allem, was der für Capitol aufgenommen hat. Tolles Ding, wenngleich es im echten Leben als nette 6 CD Box mit Booklet und schönen Bildern und ohne nervige Rechtebeschränkungen daher kommt, aber gut, für 11,99 Euro verzichtet man dann beim digitalen Download auf dieses und jenes..zum Beispiel auch darauf, dass alle Lieder richtig benannt sind (sind sie nicht, da hat wohl der Praktikant…). Ausserdem habe ich ja die eine oder andere Schallplatte (Vinyl, kennt ihr sicher noch…) von Gene Vincent mit einigen dieser Aufnahmen, die ich in die Hand nehmen kann.

Vor einem dreiviertel Jahr etwa führte Apple in Absprache mit euch grossen Plattenfirmen iTunes Plus ein, ein geringfügig teureres Format, aber ohne das “Hey wir haben die Rechte also bestimmen wir was Du mit der gekauften Musik so alles nicht machen darfst”-Digitale Rechte Management. Tja, und was sehe ich da: Die Rechtebefreiung soll mich (Bitte hinsetzen!) schlappe 10,50 Eurönchen kosten. Weil für das jetzt nur noch als “Plus”-Version erhältliche Box-Set inzwischen (…hinsetzen!…) 34,99 harte Euro aufgerufen werden. Für das Geld kaufe ich das Set als Hardware Ausgaben mit hübschen Bildern und Booklet beim Second Hand-ler meines Vertrauens oder im Internet (und von Filesharing rede ich hier noch gar nicht).

34,99 für Einsen und Nullen auf meiner Festplatte. Keine Herstellungskosten für Euch, keine Vertriebskosten, keine bunten Bilder in einem Booklet, nichts zum anfassen, falsch indizierte Lieder. 34,99 dafür, dass ich jetzt mit gekauften Songs mehr darf als vorher. Hip Hip Hurra. Ich verstehe langsam, warum es den Musikkonzernen so geht, wie es ihnen geht. Und warum ihr im Bereich digitale Musik so verkackt, wie ihr das tut.

Und ich rede hier nur von alter Musik, deren damalige Produktionskosten sich schon viele male amortisiert haben und dem einen oder anderen Manager von euch seine Linie Koks finanziert haben. 34,99 Euro…da brenne ich mir meine 11,99 teure Ausgabe doch auf 6 Audio-CDs (für die Rohlinge bekommt ihr ja auch eine Vergütung, wie auch für den Brenner, für den Rechner, in dem der Brenner ist, für die Festplatte, auf der ich eine Sicherheitskopie habe (Back-Up ist guuut, da spreche ich aus Datenverlusterfahrung) und importiere mir diese 6 CDs dann wieder Rechtebefreit in mein iTunes… Nicht vergessen, die zufriedenen Kunden bezahlen euch eueren Frühstücks-champagner, also don’t fuck with your customer.

Für euer weiteres Business wünsche ich viel Erfolg, bei vernunftgemässen Preisen werde ich gerne eure Produkte wieder berücksichtigen.

Herzlichst,
ihr schroeder

Englands ältestes junges Rockabilly Trio

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…die Piccadilly Bullfrogs. Zwei der Original Stargazers und ein späterer Zugang. Mir gefällts…(summend cutthroat joe, cutthroat joe mmmda da da da da). Oh, natürlich, hier das bewegte Bild:

Der Weg ist das Ziel

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Fortyfive r.p.m. entdecken Amerika, Teil 2.

Gerade das Reisegefährt (Flugmaschine) bestiegen probieren schroeder, Sandra und Jürgen ein Flugzeugsitzreihensandwich und haben Spass. Sandra filmt, Jürgen geniesst die Zweideutigkeit von “Kaugummi”…
Zum Film

Bis nach Chicago sind wir gut gekommen, unser Verbindungsflug von Chicago nach Green Bay wurde aber von der Startbahn weg wieder ans Terminal dirigiert, der Pilot murmelte was von technischen Schwierigkeiten, mit denen er nicht fliegen wollte. Am Terminal haben wir dann nochmal eine gute Ewigkeit im Flugzeug gesessen, während der das Flugzeug mehrfach komplett aus und wieder angeschaltet wurde. Genau so wie: “Schwerer Ausnahmefehler, bitte starten Sie den Rechner neu”.

Schliesslich wurden wir aus der Maschine komplementiert (“Bitte rollen Sie auch das nächste mal mit American DespAirlines auf Flugplätzen herum”), am Schalter wurde uns dann gesagt, dass wohl noch eine neue Maschine zur Verfügung gestellt würde (war auch so, aber die Crew hatte dann zu dem Zeitpunkt schon Feierabend und war nicht mehr da), danach wurde uns angeboten, wir könnten auf einen Flug nach in der Mitte vom Arsch der Welt umbuchen, der nur eine Autostunde von Green Bay entfernt wäre aber wie wir von da nach dort kämen wäre unser Problem wir könnten aber auch Hotelzimmer…. Wir haben die Hotelzimmer genommen.

Das folgende filmische Dokument zeigt dann sowasvonfertige Musiker vorm Hotel sitzen, irgendwann in der Nacht nach langem, langem Tag. Der Erste weiss nicht mehr, was er redet, der Zweite widmet sich dem Rauchen von indianischen Heilkräutern, der Dritte ist aber gaaanz kurz vorm sarkastisch, böse und gemein werden und die Dokumentarfilmerin ist dem Irrsinn verfallen (irres Lachen aus dem Off). Bitteschön, Film ab:

Zum Film

Im Hotel gaben wir uns dann Alkoholexzessen hin, nur Oli hatte sich gleich mit dem Bett in seinem Zimmer angefreundet:


…to be continued.